Adolf Hitler   Mein Kampf
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Adolf Hitler Mein Kampf


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an die Person gebunden? 
Kann man aber praktisch die leitende Person einer Regierung haftbar machen für Handlungen, deren 
Werden und Durchführung ausschließlich auf das Konto des Wollens und der Geneigtheit einer Vielheit 
von Menschen zu sehen sind? 
Oder: Wird nicht die Aufgabe des leitenden Staatsmannes, statt in der Geburt des schöpferischen 
Gedankens oder Planes an sich, vielmehr nur in der Kunst gesehen, die Genialität seiner Entwürfe einer 
Hammelherde von Hohlköpfen verständlich zu machen, um dann deren gütige Zustimmung zu 
erbetteln?Ist dies das Kriterium des Staatsmannes, daß er die Kunst der Überredung in ebenso hohem 
Maße besitze wie die der staatsmännischen Klugheit im Fassen großer Richtlinien oder Entscheidungen?
Ist die Unfähigkeit eines Führers dadurch bewiesen, daß es ihm nicht gelingt, die Mehrheit eines durch 
mehr oder minder saubere Zufälle zusammengebeulten Haufens für eine bestimmte Idee zu gewinnen?
Ja, hat denn dieser Haufe überhaupt schon einmal eine Idee begriffen, ehe der Erfolg zum Verkünder 
ihrer Größe wurde? 
Ist nicht jede geniale Tat auf dieser Welt der sichtbare Protest des Genies gegen die Trägheit der Masse?
Was aber soll der Staatsmann tun, dem es nicht gelingt, die Gunst dieses Haufens für seine Pläne zu 
erschmeicheln? 
Soll er sie erkaufen? 
Oder soll er angesichts der Dummheit seiner Mitbürger auf die Durchführung der als 
Lebensnotwendigkeit er- 
{087 Die Zerstörung des Führergedankens} 
kannten Aufgaben verzichten, sich zurückziehen, oder soll er dennoch bleiben? 
Kommt nicht in einem solchen Falle der wirkliche Charakter in einen unlösbaren Konflikt zwischen 
Erkenntnis und Anstand oder, besser gesagt, ehrlicher Gesinnung?Wo liegt hier die Grenze, die die 
Pflicht der Allgemeinheit gegenüber scheidet von der Verpflichtung der persönlichen Ehre?Muß nicht 
jeder wahrhaftige Führer es sich verbitten, auf solche Weise zum politischen Schieber degradiert zu 
werden? Und muß nicht umgekehrt jeder Schieber sich nun berufen fühlen, in Politik zu "machen", da 
die letzte Verantwortung niemals er, sondern irgend ein unfaßbarer Haufe zu tragen hat?Muß nicht unser 
parlamentarisches Mehrheitsprinzip zur Demolierung des Führergedankens überhaupt führen? 
Glaubt man aber, daß der Fortschritt dieser Welt etwa aus dem Gehirn von Mehrheiten stammt und nicht 
aus den Köpfen einzelner? 
Oder vermeint man, vielleicht für die Zukunft dieser Voraussetzung menschlicher Kultur entbehren zu 
können? Scheint sie nicht im Gegenteil heute nötiger zu sein als je? 
Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an 
deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken 
der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen 
Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht. 
Welche Verwüstungen diese Einrichtung moderner demokratischer Parlamentsherrschaft anrichtet, kann 
sich freilich der Leser jüdischer Zeitungen schwer vorstellen, sofern er nicht selbständig denken und 
prüfen gelernt hat. Sie ist in erster Linie der Anlaß für die unglaubliche Überschwemmung des gesamten 
politischen Lebens mit den minderwertigsten Erscheinungen unserer Tage. So sehr sich der 
{088 Die Ausschaltung von Köpfen} 
wahrhaftige Führer von einer politischen Betätigung zurückziehen wird, die zu ihrem größten Teile nicht 
in schöpferischer Leistung und Arbeit bestehen kann, als vielmehr im Feilschen und Handeln um die 
Gunst einer Mehrheit, so sehr wird gerade diese Tätigkeit dem kleinen Geist entsprechen und diesen 
mithin auch anziehen. 
Je zwergenhafter ein solcher Lederhändler heute an Geist und Können ist, je klarer ihm die eigene 
Einsicht die Jämmerlichkeit seiner tatsächlichen Erscheinung zum Bewußtsein bringt, um so mehr wird 
er ein System preisen, das von ihm gar nicht die Kraft und Genialität eines Riesen verlangt, sondern 
vielmehr mit der Pfiffigkeit eines Dorfschulzen vorlieb nimmt, ja, eine solche Art von Weisheit lieber 
sieht als die eines Perikles. Dabei braucht solch ein Tropf sich nie mit der Verantwortung seines 
Wirkens abzuquälen. Er ist dieser Sorge schon deshalb gründlich enthoben, da er ja genau weiß, daß, 
ganz gleich, wie immer auch das Ergebnis seiner "staatsmännischen" Murkserei sein wird, sein Ende ja 
doch schon längst in den Sternen verzeichnet steht: er wird eines Tages einem anderen, ebenso großen 
Geist den Platz zu räumen haben. Denn dies ist mit ein Kennzeichen eines solchen Verfalls, daß die 
Menge großer Staatsmänner in eben dem Maße zunimmt, in dem der Maßstab des einzelnen 
zusammenschrumpft. Er wird aber mit zunehmender Abhängigkeit von parlamentarischen Mehrheiten 
immer kleiner werden müssen, da sowohl die großen Geister es ablehnen werden, die Büttel blöder 
Nichtskönner und Schwätzer zu sein, wie umgekehrt die Repräsentanten der Majorität, das ist also der 
Dummheit, nichts inständiger hassen als den überlegenen Kopf. 
Es ist immer ein tröstliches Gefühl für solch eine Ratsversammlung Schildaer Stadtverordneter, einen 
Führer an der Spitze zu wissen, dessen Weisheit dem Niveau der Anwesenden entspricht: hat doch so 
jeder die Freude, von Zeit zu Zeit auch seinen Geist dazwischen blitzen lassen zu können und vor allem 
aber, wenn Hinze Meister sein kann, warum dann nicht auch einmal Peter? 
{089 Die Ausschaltung von Köpfen} 
Am innigsten entspricht diese Erfindung der Demokratie aber einer Eigenschaft, die in letzter Zeit zu 
einer wahren Schande ausgewachsen ist, nämlich der Feigheit eines großen Teils unseres sogenannten 
"Führertums". Welch ein Glück, sich in allen wirklichen Entscheidungen von einiger Bedeutung hinter 
den Rockschößen einer sogenannten Majorität verstecken zu können! Man sehe sich nur solch einen 
politischen Strauchdieb einmal an, wie er besorgt zu jeder Verrichtung sich die Zustimmung der 
Mehrheit erbettelt, um sich so die notwendigen Spießgesellen zu sichern und damit jederzeit die 
Verantwortung abladen zu können. Dies aber ist mit der Hauptgrund, warum eine solche Art von 
politischer Betätigung einem innerlich anständigen und damit aber auch mutigen Mann widerlich und 
verhaßt ist, wahrend es alle elenden Charaktere und wer nicht für seine Handlung persönlich auch die 
Verantwortung übernehmen will, sondern nach Deckung sucht, ist ein feiger Lump \u2014 anzieht. Sowie 
aber erst einmal die Leiter einer Nation aus solchen Jämmerlingen bestehen, dann wird sich dies schon 
in kurzer Zeit böse rächen. Man wird dann zu keiner entschlossenen Handlung mehr den Mut 
aufbringen, wird jede, auch noch so schmähliche Entehrung lieber hinnehmen, als sich zu einem 
Entschlusse aufzuraffen; ist doch niemand mehr da, der von sich aus bereit ist, seine Person und seinen 
Kopf für die Durchführung einer rücksichtslosen Entscheidung einzusetzen. 
Denn eines soll und darf man nie vergessen: Die Majorität kann auch hier den Mann niemals ersetzen. 
Sie ist nicht nur immer eine Vertreterin der Dummheit, sondern auch der Feigheit. Und so wenig hundert 
Hohlköpfe einen Weisen ergeben, so wenig kommt ans hundert Feiglingen ein heldenhafter Entschluß. 
Je leichter aber die Verantwortung des einzelnen Führers ist, um so mehr wird die Zahl derjenigen 
wachsen, die selbst bei jämmerlichsten Ausmaßen sich berufen fühlen werden, ebenfalls der Nation ihre 
unsterblichen Kräfte zur Verfügung zu stellen. ja, sie werden es gar nicht mehr er- 
{090 Die Ausschaltung von Köpfen} 
warten können, endlich einmal auch an die Reihe zu kommen; sie stehen an in einer langen Kolonne und 
zählen mit schmerzlichem Bedauern die Zahl der vor ihnen Wartenden und rechnen die Stunde fast aus, 
die menschlichem Ermessen nach sie zum Zuge bringen wird. Daher ersehnen sie jeden Wechsel in dem 
ihnen vorschwebenden Amte und sind dankbar für jeden Skandal, der die Reihe vor ihnen lichtet.