Adolf Hitler   Mein Kampf
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Adolf Hitler Mein Kampf


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zu glauben, daß jeder der Abgeordneten eines solchen Parlaments von 
sich aus schon immer mit so geringen Gefühlen für Verantwortung behaftet gewesen sei. 
{098 Das Verderben des Charakters} 
Nein, durchaus nicht. 
Aber indem dieses System den einzelnen zwingt, zu solchen ihm gar nicht liegenden Fragen Stellung zu 
nehmen, verdirbt es allmählich den Charakter. Keiner wird den Mut aufzubringen vermögen, zu 
erklären: "Meine Herren, ich glaube, wir verstehen von dieser Angelegenheit nichts. Ich persönlich 
wenigstens auf keinen Fall." (Im übrigen würde dies auch nur wenig ändern, denn sicher bliebe diese 
Art von Aufrichtigkeit nicht nur gänzlich unverstanden, sondern man ließe sich auch wohl kaum durch 
solch einen ehrlichen Esel das allgemeine Spiel verderben.) Wer die Menschen nun aber kennt, wird 
begreifen, daß in einer so illustren Gesellschaft nicht gerne einer der Dümmste sein möchte, und in 
gewissen Kreisen ist Ehrlichkeit immer gleichbedeutend mit Dummheit. 
So wird auch der zunächst noch ehrenhafte Vertreter zwangsläufig in diese Bahn der allgemeinen 
Verlogenheit und Betrügerei geworfen. Gerade die Überzeugung, daß das Nichtmittun eines einzelnen 
an der Sache an und für sich gar nichts ändern würde, tötet jede ehrliche Regung, die dem einen oder 
anderen etwa noch aufsteigen mag. Er wird sich zum Schlusse noch einreden, daß er persönlich noch 
lange nicht der Schlechteste unter den anderen sei und durch sein Mittun nur vielleicht Ärgeres verhüte. 
Greilich wird man den Einwand bringen, daß allerdings der einzelne Abgeordnete in dieser oder jener 
Sache kein besonderes Verständnis besitze, über seine Stellungnahme ja von der Fraktion als Leiterin 
der Politik des betreffenden Herrn doch beraten werde; diese habe ihre besonderen Ausschüsse, die von 
Sachverständigen ohnehin mehr als genügend erleuchtet würden. 
Dies scheint auf den ersten Blick zu stimmen. Aber die Frage wäre doch dann die: Warum wählt man 
fünfhundert, wenn doch nur einige die nötige Weisheit zur Stellungnahme in den wichtigsten Belangen 
besitzen?Ja, darin liegt eben des Pudels Kern. 
Es ist nicht das Ziel unseres heutigen demokratischen Parlamentarismus, etwa eine Versammlung von 
Weisen 
{099 Die jüdische Demokratie} 
zu bilden, als vielmehr eine Schar geistig abhängiger Nullen zusammenzustellen, deren Leitung nach 
bestimmten Richtlinien um so leichter wird, je größer die persönliche Beschränktheit des einzelnen ist. 
Nur so kann Parteipolitik im heutigen üblen Sinne gemacht werden. Nur so aber ist es auch möglich, daß 
der eigentliche Drahtzieher immer vorsichtig im Hintergrund zu bleiben vermag, ohne jemals persönlich 
zur Verantwortung gezogen werden zu können. Denn nun wird jede der Nation auch noch so schädliche 
Entscheidung ja nicht auf das Konto eines aller sichtbaren Lumpen kommen, sondern auf die Schultern 
einer ganzen Fraktion abgeladen werden. 
Damit aber fallt jede praktische Verantwortung weg, denn diese kann nur in der Verpflichtung einer 
einzelnen Person liegen und nicht in der einer parlamentarischen Schwätzervereinigung. 
Diese Einrichtung kann nur den allerverlogensten und zugleich besonders das Tageslicht scheuenden 
Schliefern lieb und wert sein, während sie jedem ehrlichen, geradlinigen, zur persönlichen 
Verantwortung bereiten Kerl verhaßt sein muß. 
Daher ist diese Art von Demokratie auch das Instrument derjenigen Rasse geworden, die ihren inneren 
Zielen nach die Sonne zu scheuen hat, jetzt und in allen Zeiten der Zukunft. Nur der Jude kann eine 
Einrichtung preisen, die schmutzig und unwahr ist wie er selber. 
× 
Dem steht gegenüber die wahrhaftige germanische Demokratie der freien Wahl des Führers mit dessen 
Verpflichtung zur vollen Übernahme aller Verantwortung für sein Tun und Lassen. In ihr gibt es keine 
Abstimmung einer Majorität zu einzelnen Fragen, sondern nur die Bestimmung eines einzigen, der dann 
mit Vermögen und Leben für seine Entscheidung einzutreten hat. 
Wenn man mit dem Einwand kommen wird, daß unter solchen Voraussetzungen sich schwerlich jemand 
bereitfinden 
{100 Die germanische Demokratie} 
dürfte, seine Person einer so riskanten Aufgabe zu widmen, so muß darauf nur eines geantwortet 
werden:Gott sei gedankt, darin liegt ja eben der Sinn einer germanischen Demokratie, daß nicht der 
nächstbeste unwürdige Streber und moralische Drückeberger auf Umwegen zur Regierung seiner 
Volksgenossen kommt, sondern daß schon durch die Größe der zu übernehmenden Verantwortung 
Nichtskönner und Schwächlinge zurückgeschreckt werden. 
Sollte sich aber dennoch einmal ein solcher Bursche einzustehlen versuchen, dann kann man ihn leichter 
finden und rücksichtslos anfahren: Hinweg, feiger Lump! Ziehe den Fuß zurück, du beschmutzest die 
Stufen; denn der Vorderaufstieg in das Pantheon der Geschichte ist nicht für Schleicher da, sondern für 
Helden! 
× 
" 
Zu dieser Anschauung hatte ich mich nach zweijährigem Besuch des Wiener Parlaments durchgerungen.
Ich ging dann nicht mehr weiter hinein. 
Das parlamentarische Regiment hatte mit ein Hauptverdienst an der in den letzten Jahren immer mehr 
zunehmenden Schwäche des alten habsburgischen Staates. Je mehr durch sein Wirken die Vorherrschaft 
des Deutschtums gebrochen wurde, um so mehr verfiel man nun einem System der Ausspielung der 
Nationalitäten untereinander. Im Reichsrat selber ging dies immer auf Kosten der Deutschen und damit 
allerdings in erster Linie auf Kosten des Reiches; denn um die Jahrhundertwende schon mußte auch dem 
Allereinfältigsten einleuchten, daß die Anziehungskraft der Monarchie die Loslösungsbestrebungen der 
Länder nicht mehr zu bannen vermochte. 
Im Gegenteil. 
Je armseliger die Mittel wurden, die der Staat zu seiner Erhaltung aufzuwenden hatte, um so mehr stieg 
die allgemeine Verachtung für ihn. Nicht nur in Ungarn, sondern auch in den einzelnen slawischen 
Provinzen fühlte man sich mit der gemeinsamen Monarchie so wenig mehr identisch, daß ihre Schwäche 
keineswegs als eigene Schande emp- 
{101 Die zusammenbrechende Doppelmonarchie}
funden wurde. Man freute sich eher noch über solche Anzeichen des eintretenden Alters; hoffte man 
doch mehr auf ihren Tod als auf ihre Gesundung. 
Im Parlament wurde der vollkommene Zusammenbruch noch verhindert durch ein würdeloses 
Nachgeben und Erfüllen aber auch jeder Erpressung, die dann der Deutsche zu bezahlen hatte; im Lande 
durch ein möglichst geschicktes Ausspielen der einzelnen Völker gegeneinander. Allein die allgemeine 
Linie der Entwicklung war dennoch gegen die Deutschen gerichtet. Besonders seit die Thronfolgerschaft 
dem Erzherzog Franz Ferdinand einen gewissen Einfluß einzuräumen begann, kam in die von oben 
herunter betriebene Tschechisierung Plan und Ordnung. Mit allen nur möglichen Mitteln versuchte 
dieser zukünftige Herrscher der Doppelmonarchie der Entdeutschung Vorschub zu leisten oder sie selber
zu fördern, mindestens aber zu decken. Rein deutsche Orte wurden so über den Umweg der staatlichen 
Beamtenschaft langsam, aber unbeirrt sicher in die gemischtsprachliche Gefahrenzone hineingeschoben. 
Selbst in Niederösterreich begann dieser Prozeß immer schnellere Fortschritte zu machen, und Wien galt 
vielen Tschechen schon als ihre größte Stadt. 
Der leitende Gedanke dieses neuen Habsburgers, dessen Familie nur mehr Tschechisch sprach (die 
Gemahlin des Erzherzogs war als ehemalige tschechische Gräfin dem Prinzen morganatisch angetraut; 
sie stammte aus Kreisen, deren deutschfeindliche Stellung Tradition bildete), war, in Mitteleuropa 
allmählich einen slawischen Staat aufzurichten, der zum Schutze gegen das orthodoxe Rußland auf 
streng katholische Grundlage gestellt werden sollte. Damit wurde, wie schon öfters bei den 
Habsburgern, die Religion wieder einmal in den Dienst eines rein politischen Gedankens, noch dazu 
eines \u2014 wenigstens von deutschen Gesichtspunkten aus betrachtet \u2014 unseligen