Adolf Hitler   Mein Kampf
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Adolf Hitler Mein Kampf


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Gedankens, gestellt. 
Das Ergebnis war ein mehr als trauriges in vielfacher Hinsicht. 
Weder das Haus Habsburg noch die katholische Kirche bekamen den erwarteten Lohn. 
{102 Habsburg und Deutschtum} 
Habsburg verlor den Thron, Rom einen großen Staat. Denn indem die Krone auch religiöse Momente in 
den Dienst ihrer politischen Erwägungen stellte, rief sie einen Geist wach, den sie selber zunächst 
freilich nicht für möglich gehalten hatte. 
Aus dem Versuch, mit allen Mitteln das Deutschtum in der alten Monarchie auszurotten, erwuchs als 
Antwort die alldeutsche Bewegung in Österreich. 
Mit den achtziger Jahren hatte der manchesterliche Liberalismus jüdischer Grundeinstellung auch in der 
Monarchie den Höhepunkt erreicht, wenn nicht schon überschritten. Die Reaktion dagegen kam jedoch, 
wie bei allem im alten Österreich, nicht aus in erster Linie sozialen Gesichtspunkten heraus, sondern aus 
nationalen. Der Selbsterhaltungstrieb zwang das Deutschtum, in schärfster Form sich zur Wehr zu 
setzen. Erst in zweiter Linie begannen langsam auch wirtschaftliche Erwägungen maßgebenden Einfluß 
zu gewinnen. So schälten sich zwei Parteigebilde aus dem allgemeinen politischen Durcheinander 
heraus, das eine mehr national, das andere mehr sozial eingestellt, beide aber hochinteressant und 
lehrreich für die Zukunft. 
Nach dem niederdrückenden Ende des Krieges 1866 trug das Haus Habsburg sich mit dem Gedanken 
einer Wiedervergeltung auf dem Schlachtfelde. Nur der Tod des Kaisers Max von Mexiko, dessen 
unglückliche Expedition man in erster Linie Napoleon III. zuschrieb, und dessen Fallenlassen durch den 
Franzosen allgemeine Empörung wachrief, verhinderte ein engeres Zusammengehen mit Frankreich. 
Dennoch lag Habsburg damals auf der Lauer. Wäre der Krieg von 1870/71 nicht zu einem so 
einzigartigen Siegeszug geworden, so hätte der Wiener Hof wohl doch noch das blutige Spiel um die 
Rache für Sadowa gewagt. Als aber die ersten Heldenmären von den Schlachtfeldern eintrafen, 
wundersam und kaum zu glauben, aber dennoch wahr, da erkannte der "weiseste" aller Monarchen die 
unpassende Stunde und machte eine möglichst gute Miene zum bösen Spiel. 
Der Heldenkampf dieser beiden Jahre hatte aber noch ein 
{103 Rebellion der Deutschösterreicher} 
viel gewaltigeres Wunder vollbracht; denn bei den Habsburgern entsprach die veränderte Stellungnahme 
niemals dem Drang des inneren Herzens, sondern dem Zwang der Verhältnisse. Das deutsche Volk in 
der alten Ostmark aber wurde von dem Siegesrausche des Reiches mitgerissen und sah mit tiefer 
Ergriffenheit das Wiederaufstehen des Traumes der Väter zur herrlichsten Wirklichkeit. 
Denn man täusche sich nicht: der wahrhaft deutschgesinnte Österreicher hatte auch in Königgrätz von 
diesen Stunden an nur mehr die ebenso tragische wie aber auch notwendige Voraussetzung erkannt zur 
Wiederaufrichtung eines Reiches, das nicht mehr mit dem fauligen Marasmus des alten Bundes behaftet 
sein sollte und es auch nicht mehr war. Er lernte vor allem auch am gründlichsten am eigenen Leibe zu 
fühlen, daß das Haus Habsburg seine geschichtliche Sendung endlich beendet hatte und das neue Reich 
nur mehr den zum Kaiser küren dürfe, der in seiner heldischen Gesinnung der "Krone des Rheines" ein 
würdiges Haupt zu bieten habe. Wieviel mehr noch aber war das Schicksal zu preisen, da es diese 
Belehnung an dem Sprossen eines Hauses vollzog, das in Friedrich dem Großen schon einmal der 
Nation in verschwommener Zeit ein leuchtendes Sinnbild zur Erhebung für immer geschenkt hatte. 
Als aber nach dem großen Kriege das Haus Habsburg mit der letzten Entschlossenheit daranging, das 
gefährliche Deutschtum der Doppelmonarchie (dessen innere Gesinnung nicht zweifelhaft sein konnte) 
langsam, aber unerbittlich auszurotten \u2014 denn dies mußte das Ende der Slawisierungspolitik sein \u2014, da 
brannte der Widerstand des zum Ende bestimmten Volkes empor in einer Art, wie die deutsche 
Geschichte der neueren Zeit dies noch nicht kannte. 
Zum ersten Male wurden national und patriotisch gesinnte Männer Rebellen. 
Rebellen nicht gegen die Nation, auch nicht gegen den Staat an sich, sondern Rebellen gegen eine Art 
der Regierung, die ihrer Überzeugung nach zum Untergang des eigenen Volkstums führen mußte. 
Zum ersten Male in der neueren deutschen Geschichte 
{104 Staatsautorität nicht Selbstzweck} 
schied sich der landläufige dynastische Patriotismus von nationaler Vaterlands- und Volksliebe. 
Es ist das Verdienst der alldeutschen Bewegung Deutschösterreichs der neunziger Jahre gewesen, in 
klarer und eindeutiger Weise festgestellt zu haben, das eine Staatsautorität nur dann das Recht hat, 
Achtung und Schutz zu verlangen, wenn sie den Belangen eines Volkstums entspricht, mindestens ihm 
nicht Schaden zufügt. 
Staatsautorität als Selbstzweck kann es nicht geben, da in diesem Falle jede Tyrannei auf dieser Welt 
unangreifbar und geheiligt wäre. 
Wenn durch die Hilfsmittel der Regierungsgewalt ein Volkstum dem Untergang entgegengeführt wird, 
dann ist die Rebellion eines jeden Angehörigen eines solchen Volkes nicht nur Recht, sondern Pflicht. 
Die Frage aber, wann ein solcher Fall gegeben sei, wird nicht entschieden durch theoretische 
Abhandlungen, sondern durch die Gewalt und den Erfolg. 
Da jede Regierungsgewalt selbstverständlich die Pflicht der Erhaltung der Staatsautorität für sich in 
Anspruch nimmt, mag sie auch noch so schlecht sein und die Belange eines Volkstums tausendmal 
verraten, so wird der völkische Selbsterhaltungstrieb bei Niederkämpfung einer solchen Macht, zur 
Erringung der Freiheit oder Unabhängigkeit, dieselben Waffen zu führen haben, mittels deren der 
Gegner sich zu halten versucht. Der Kampf wird demnach so lange mit "legalen" Mitteln gekämpft 
werden, solange auch die zu stürzende Gewalt sich solcher bedient; es wird aber auch nicht vor illegalen 
zurückzuschrecken sein, wenn auch der Unterdrücker solche anwendet. 
Im allgemeinen soll aber nie vergessen werden, daß nicht die Erhaltung eines Staates oder gar die einer 
Regierung höchster Zweck des Daseins der Menschen ist, sondern die Bewahrung ihrer Art. 
Ist aber einmal diese selber in Gefahr, unterdrückt oder gar beseitigt zu werden, dann spielt die Frage 
der Legalität nur mehr eine untergeordnete Rolle. Es mag dann sein, daß sich die herrschende Macht 
tausendmal sogenannter 
{105 Menschenrecht bricht Staatsrecht} 
legaler" Mittel in ihrem Vorgehen bedient, so ist dennoch der Selbsterhaltungstrieb der Unterdrückten 
immer die erhabenste Rechtfertigung für ihren Kampf mit allen Waffen. 
Nur aus der Anerkennung dieses Satzes allein sind die Freiheitskämpfe gegen innere und auch äußere 
Versklavung von Völkern auf dieser Erde in so gewaltigen historischen Beispielen geliefert worden. 
Menschenrecht bricht Staatsrecht. 
Unterliegt aber ein Volk in seinem Kampf um die Rechte des Menschen, dann wurde es eben auf der 
Schicksalswaage zu leicht befunden für das Glück der Forterhaltung auf der irdischen Welt. Denn wer 
nicht bereit oder fähig ist, für sein Dasein zu streiten, dem hat die ewig gerechte Vorsehung schon das 
Ende bestimmt. 
Die Welt ist nicht da für feige Völker. 
× " 
Wie leicht es einer Tyrannei aber ist, sich das Mäntelchen einer sogenannten "Legalität" umzuhängen, 
zeigte wieder am klarsten und eindringlichsten das Beispiel Österreichs.. 
Die legale Staatsgewalt fußte damals auf dem deutschfeindlichen Boden des Parlaments mit seinen 
nichtdeutschen Majoritäten und dem ebenso deutschfeindlichen Herrscherhaus. In diesen beiden 
Faktoren war die gesamte Staatsautorität verkörpert. Von dieser Stelle aus das Los des 
deutschösterreichischen Volkes ändern zu wollen, war Unsinn. Damit aber wäre nun nach den 
Meinungen unser Anbeter des einzig möglichen "legalen" Weges und der Staatsautorität an sich jeder 
Widerstand, weil mit legalen Mitteln nicht durchführbar, zu unterlassen