Adolf Hitler   Mein Kampf
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Adolf Hitler Mein Kampf


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sich, wieder einmal in 
einer Sache die Natur übertrumpft, ja ihre Unzulänglichkeit bewiesen zu haben. Daß in Wirklichkeit 
allerdings wohl die Zahl eingeschränkt, aber dafür auch der Wert des einzelnen vermindert wurde, will 
das liebe Äffchen des Allvaters freilich nur ungern sehen und hören. 
Denn sowie erst einmal die Zeugung als solche eingeschränkt und die Zahl der Geburten vermindert 
wird, tritt an Stelle des natürlichen Kampfes um das Dasein, der nur den Allerstärksten und Gesündesten 
am Leben läßt, die selbstverständliche Sucht, auch das schwächlichste, ja krankhafteste um jeden Preis 
zu "retten", womit der Keim zu einer Nachkommenschaft gelegt wird, die immer jämmerlicher werden 
muß, je länger diese Verhöhnung der Natur und ihres Willens anhält. 
Das Ende aber wird sein, daß einem solchen Volke eines Tages das Dasein auf dieser Welt genommen 
werden wird; denn der Mensch kann wohl eine gewisse Zeit den ewigen Gesetzen des 
Forterhaltungswillens trotzen, allein die Rache kommt früher oder später doch. Ein stärkeres Geschlecht 
wird die Schwachen verjagen, da der Drang zum Leben in seiner letzten Form alle lächerlichen Fesseln 
einer sogenannten Humanität der einzelnen immer wieder zerbrechen wird, um an deren Stelle die 
Humanität der Natur treten zu lassen, die die Schwäche vernichtet, um der Stärke den Platz zu schenken.
Wer also dem deutschen Volke das Dasein sichern will auf dem Wege einer Selbstbeschränkung seiner 
Vermehrung, raubt ihm damit die Zukunft.2. Ein zweiter Weg wäre der, den wir auch heute wieder 
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oft und oft vorgeschlagen und angepriesen hören; die innere Kolonisation. Es ist dies ein Vorschlag, der 
von ebenso vielen gut gemeint ist, als er von den meisten aber schlecht verstanden zu werden pflegt, um 
den denkbar größten Schaden anzurichten, den man sich nur vorzustehen vermag. 
Ohne Zweifel kann die Ertragsfähigkeit eines Bodens bis zu einer bestimmten Grenze erhöht werden. 
Allein eben nur bis zu einer bestimmten Grenze und nicht endlos weiter. Eine gewisse Zeit wird man 
also ohne Hungersgefahr die Vermehrung des deutschen Volkes durch eine Nutzungssteigerung unseres 
Bodens auszugleichen vermögen. Allein dem steht die Tatsache gegenüber, daß die Anforderungen an 
das Leben im allgemeinen schneller steigen als selbst die Zahl der Bevölkerung. Die Anforderungen der 
Menschen in bezug auf Nahrung und Kleidung werden von Jahr zu Jahr größer und stehen schon jetzt 
zum Beispiel in keinem Verhältnis mehr zu den Bedürfnissen unserer Vorfahren etwa vor hundert 
Jahren. Es ist also irrig, zu meinen, daß jede Erhöhung der Produktion einer Vermehrung der 
Bevölkerung die Voraussetzung schaffe: Nein; dies tritt nur bis zu einem gewissen Grad zu, indem 
mindestens ein Teil der Mehrerzeugnisse des Bodens zur Befriedigung der erhöhten Bedürfnisse der 
Menschen aufgebraucht wird. Allein selbst bei größter Einschränkung einerseits und emsigstem Fleiße 
andererseits wird dennoch auch hier einmal eine Grenze kommen, die durch den Boden dann selber 
gezogen wird. Es wird bei allem Fleiße nicht mehr gelingen, mehr aus ihm herauszuwirtschaften, und 
dann tritt, wenn auch eine gewisse Zeit hinausgeschoben, das Verhängnis abermals in Erscheinung. Der 
Hunger wird zunächst von Zeit zu Zeit, wenn Mißernten usw. kommen, sich wieder einstellen. Er wird 
dies mit steigender Volkszahl immer öfter tun, so daß er endlich nur dann nicht mehr auftritt, wenn 
seltene reichste Jahre die Speicher fallen. Aber es naht endlich die Zeit, in der auch dann die Not nicht 
mehr zu befriedigen sein wird und der Hunger zum ewigen 
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Begleiter eines solchen Volkes geworden ist. Nun muß wieder die Natur helfen und Auswahl treffen 
unter den von ihr zum Leben Auserwählten; oder es hilft sich der Mensch wieder selbst, das heißt, er 
greift zur künstlichen Behinderung seiner Vermehrung mit allen ihren schon angedeuteten schweren 
Folgen für Rasse und Art. 
Man wird noch einzuwenden vermögen, daß diese Zukunft ja der ganzen Menschheit einmal so oder so 
bevorstehe, mithin auch das einzelne Volk diesem Verhängnis natürlich nicht zu entgehen vermöge. 
Dies ist auf den ersten Blick ohne weiteres richtig. Dennoch ist aber hier folgendes zu 
bedenken:Sicherlich wird zu einem bestimmten Zeitpunkt die gesamte Menschheit gezwungen sein, 
infolge der Unmöglichkeit, die Fruchtbarkeit des Bodens der weitersteigenden Volkszahl noch länger 
anzugleichen, die Vermehrung des menschlichen Geschlechtes einzustellen und entweder die Natur 
wieder entscheiden zu lassen oder durch Selbsthilfe, wenn möglich, dann freilich schon auf dem 
richtigeren Wege als heute, den notwendigen Ausgleich zu schaffen, Allein dieses wird dann eben alle 
Völker treten, während zur Zeit nur diejenigen Rassen von solcher Not betroffen werden, die nicht mehr 
Kraft und Stärke genug besitzen, um sich den für sie nötigen Boden auf dieser Welt zu sichern. Denn die 
Dinge liegen doch so, daß auf dieser Erde zur Zeit noch immer Boden in ganz ungeheuren Flächen 
ungenützt vorhanden ist und nur des Bebauers harrt. Ebenso aber ist es auch richtig, daß dieser Boden 
nicht von der Natur an und für sich einer bestimmten Nation oder Rasse als Reservatfläche für die 
Zukunft aufgehoben wurde, sondern er ist Land und Boden für das Volk, das die Kraft besitzt, ihn zu 
nehmen, und den Fleiß, ihn zu bebauen. 
Die Natur kennt keine politischen Grenzen. Sie setzt die Lebewesen zunächst auf diesen Erdball und 
sieht dem freien Spiel der Kräfte zu. Der Stärkste an Mut und Fleiß erhält dann als ihr liebstes Kind das 
Herrenrecht des Daseins zugesprochen. 
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Wenn ein Volk sich auf innere Kolonisation beschränkt, da andere Rassen sich auf immer größeren 
Bodenflächen dieser Erde festklammern, wird es zur Selbstbeschränkung schon zu einer Zeit zu greifen 
gezwungen sein, da die übrigen Völker sich noch dauernd fortvermehren. Einmal tritt aber dieser Fall 
ein, und zwar um so früher, je kleiner der zur Verfügung stehende Lebensraum eines Volkes ist. Da im 
allgemeinen leider nur zu häufig die besten Nationen oder, noch richtiger, die einzigen wahrhaften 
Kulturrassen, die Träger alles menschlichen Fortschrittes, sich in ihrer pazifistischen Verblendung, 
entschließen, auf neuen Bodenerwerb Verzicht zu leisten, um sich mit "innerer" Kolonisation zu 
begnügen, minderwertige Nationen aber ungeheure Lebensflächen auf dieser Welt sich zu sichern 
verstehen, würde dies zu folgendem Endergebnis führen:Die kulturell besseren, allein minder 
rücksichtslosen Rassen müßten schon zu einer Zeit ihre Vermehrung infolge ihres beschränkten Bodens 
begrenzen, da die kulturell tieferen, aber naturhaft-brutaleren Völker infolge größter Lebensflächen noch 
ins Unbegrenzte hinein sich fortzuvermehren in der Lage sein würden. Mit anderen Worten: Die Welt 
wird damit eines Tages in den Besitz der kulturell minderwertigeren, jedoch tatkräftigeren Menschheit 
kommen. 
Dann gibt es in einer, wenn auch noch so fernen Zukunft nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Welt 
wird regiert nach den Vorstellungen unserer modernen Demokratie, dann füllt das Schwergewicht jeder 
Entscheidung zugunsten der zahlenmäßig stärkeren Rassen aus, oder die Welt wird beherrscht nach den 
Gesetzen der natürlichen Kraftordnung, dann siegen die Völker des brutalen Willens und mithin eben 
wieder nicht die Nation der Selbstbeschränkung. 
Daß aber diese Welt dereinst noch schwersten Kämpfen um das Dasein der Menschheit ausgesetzt sein 
wird, kann niemand bezweifeln. Am Ende siegt ewig nur die Sucht der Selbsterhaltung. Unter ihr 
schmilzt die sogenannte Humanität als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und 
eingebildetem Besserwissen wie Schnee in der 
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Märzensonne. Im ewigen Kampfe ist die Menschheit groß geworden im ewigen Frieden geht