Adolf Hitler   Mein Kampf
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Adolf Hitler Mein Kampf


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sie 
zugrunde. 
Für uns Deutsche aber ist die Parole der "inneren Kolonisation" schon deshalb unselig, da sie bei uns 
sofort die Meinung verstärkt, ein Mittel gefunden zu haben, das der pazifistischen Gesinnung 
entsprechend gestattet, in sanftem Schlummerleben sich das Dasein "erarbeiten" zu können. Diese 
Lehre, bei uns erst einmal ernst genommen, bedeutet das Ende jeder Anstrengung, sich auf dieser Welt 
den Platz zu bewahren, der auch uns gebührt. Sowie erst der Durchschnittsdeutsche die Überzeugung 
erhielte, auch auf solchem Wege sich das Leben und die Zukunft sichern zu können, würde jeder 
Versuch einer aktiven und damit allein fruchtbaren Vertretung deutscher Lebensnotwendigkeiten 
erledigt sein. Jede wirklich nützliche Außenpolitik aber könnte durch eine solche Einstellung der Nation 
als begraben angesehen werden und mit ihr die Zukunft des deutschen Volkes überhaupt. 
In Erkenntnis dieser Folgen ist es nicht zufällig in erster Linie immer der Jude, der solche 
todgefährlichen Gedankengänge in unser Volk hineinzupflanzen versucht und versteht. Er kennt seine 
Pappenheimer nur zu gut, um nicht zu wissen, daß sie dankbar jedem spanischen Schatzschwindler zum 
Opfer fallen, der ihnen weiszumachen versteht, daß das Mittel gefunden wäre, der Natur ein 
Schnippchen zu schlagen, den harten, unerbittlichen Kampf ums Dasein überflüssig zu machen, um an 
seiner Stelle bald durch Arbeit, manchmal auch schon durch bloßes Nichtstun, je nachdem "wies trefft", 
zum Herrn des Planeten aufzusteigen. 
Es kann nicht scharf genug betont werden, daß jede deutsche innere Kolonisation in erster Linie nur 
dazu zu dienen hat, soziale Mißstände zu beseitigen, vor allem den Boden der allgemeinen Spekulation 
zu entziehen, niemals aber genügen kann, etwa die Zukunft der Nation ohne neuen Grund und Boden 
sicherzustellen. 
{150 Die vier Wege deutscher Politik} 
Handeln wir anders, so werden wir in kurzer Zeit nicht nur am Ende unseres Bodens angelangt sein, 
sondern auch am Ende unserer Kraft. 
Schließlich muß noch folgendes festgestellt werden:Die in der inneren Kolonisation liegende 
Beschränkung auf eine bestimmte kleine Bodenfläche sowie auch die durch Einengung der 
Fortpflanzung erfolgende gleiche Schlußwirkung führt zu einer außerordentlich ungünstigen 
militärpolitischen Lage der betreffenden Nation. 
In der Größe des Wohnsitzes eines Volkes liegt allein schon ein wesentlicher Faktor zur Bestimmung 
seiner äußeren Sicherheit. Je größer die Raummenge ist, die einem Volk zur Verfügung steht, um so 
größer ist auch dessen natürlicher Schutz; denn noch immer ließen sich militärische Entscheidungen 
gegen Völker auf kleiner zusammengepreßter Bodenfläche in schnellerer und damit aber auch leichterer 
und besonders wirksamerer und vollständigerer Weise erzielen, wie dies umgekehrt gegen territorial 
umfangreiche Staaten möglich sein kann. In der Größe des Staatsgebietes liegt damit immer noch ein 
gewisser Schutz gegen leichtfertige Angriffe, da ein Erfolg dabei nur nach langen, schweren Kämpfen 
zu erzielen ist, mithin das Risiko eines übermütigen Überfalles zu groß erscheinen wird, sofern nicht 
ganz außerordentliche Gründe vorliegen. Daher liegt schon in der Größe des Staates an sich ein Grund 
zur leichteren Erhaltung der Freiheit und Unabhängigkeit eines Volkes, während umgekehrt die 
Kleinheit eines solchen Gebildes zur Inbesitznahme geradezu herausfordert. 
Tatsächlich wurden auch die beiden ersten Möglichkeiten zur Schaffung eines Ausgleiches zwischen der 
steigenden Volkszahl und dem gleich groß bleibenden Boden in den sogenannten nationalen Kreisen des 
Reiches abgelehnt. Die Gründe zu dieser Stellungnahme waren freilich andere als die oben angeführten: 
Zur Einschränkung der Geburten verhielt man sich in erster Linie ablehnend aus einem gewissen 
moralischen Gefühl heraus; die innere Kolonisation wies man mit Entrüstung zurück, da man in ihr 
einen Angriff gegen den Großgrundbesitz witterte und 
{151 Die vier Wege deutscher Politik} 
darin den Beginn eines allgemeinen Kampfes gegen das Privateigentum überhaupt sah. Bei der Form, in 
der besonders diese letztere Heilslehre empfohlen wurde, konnte man auch ohne weiteres mit einer 
solchen Annahme recht haben. 
Im allgemeinen war die Abwehr der breiten Masse gegenüber nicht sehr geschickt und traf auch in 
keinerlei Weise den Kern des Problems.
Somit blieben nur noch zwei Wege, der steigenden Volkszahl Arbeit und Brot zu sichern.3. Man konnte 
entweder neuen Boden erwerben, um die überschüssigen Millionen jährlich abzuschieben, und so die 
Nation auch weiter auf der Grundlage einer Selbsternährung erhalten, oder man ging4. dazu über, durch 
Industrie und Handel für fremden Bedarf zu schaffen, um vom Erlös das Leben zu bestreiten. 
Also: entweder Boden- oder Kolonial- und Handelspolitik. 
Beide Wege worden von verschiedenen Richtungen ins Auge gefaßt, geprüft, empfohlen und bekämpft, 
bis endlich der letzte endgültig gegangen wurde. 
Der gesündere Weg von beiden wäre freilich der erstere gewesen. 
Die Erwerbung von neuem Grund und Boden zur Ansiedlung der überlaufenden Volkszahl besitzt 
unendlich viel Vorzüge, besonders wenn man nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft ins Auge faßt. 
Schon die Möglichkeit der Erhaltung eines gesunden Bauernstandes als Fundament der gesamten Nation 
kann niemals hoch genug eingeschätzt werden. Viele unserer heutigen Leiden sind nur die Folge des 
ungesunden Verhältnisses zwischen Land- und Stadtvolk. Ein fester Stock kleiner und mittlerer Bauern 
war noch zu allen Zeiten der beste Schutz gegen soziale Erkrankungen, wie wir sie heute besitzen. Dies 
ist aber auch die einzige Lösung, die eine Nation das tägliche Brot im inneren Kreislauf einer Wirtschaft 
finden läßt. Industrie und Handel treten von ihrer ungesunden führenden Stellung zurück und gliedern 
sich in den 
{152 Erwerb neuen Bodens} 
allgemeinen Rahmen einer nationalen Bedarfs- und Ausgleichswirtschaft ein. Beide sind damit nicht 
mehr die Grundlage der Ernährung der Nation, sondern ein Hilfsmittel derselben. zudem sie nur mehr 
den Ausgleich zwischen eigener Produktion und Bedarf auf allen Gebieten zur Aufgabe haben, machen 
sie die gesamte Volksernährung mehr oder weniger unabhängig vom Auslande, helfen also mit, die 
Freiheit des Staates und die Unabhängigkeit der Nation, besonders in schweren Tagen, sicherzustellen. 
Allerdings, eine solche Bodenpolitik kann nicht etwa in Kamerun ihre Erfüllung finden, sondern heute 
fast ausschließlich nur mehr in Europa. Man muß sich damit kühl und nüchtern auf den Standpunkt 
stellen, daß es sicher nicht Absicht des Himmels sein kann, dem einen Volke fünfzigmal so viel an 
Grund und Boden auf dieser Welt zu geben als dem anderen. Man darf in diesem Falle sich nicht durch 
politische Grenzen von den Grenzen des ewigen Rechtes abbringen lassen. Wenn diese Erde wirklich 
für alle Raum zum Leben hat, dann möge man uns also den uns zum Leben notwendigen Boden geben. 
Man wird das freilich nicht gerne tun. Dann jedoch tritt das Recht der Selbsterhaltung in seine Wirkung; 
und was der Güte verweigert wird, hat eben die Faust sich zu nehmen. Hätten unsere Vorfahren einst 
ihre Entscheidungen von dem gleichen pazifistischen Unsinn abhängig gemacht wie die heutige 
Gegenwart, dann würden wir überhaupt nur ein Drittel unseres jetzigen Bodens zu eigen besitzen; ein 
deutsches Volk aber dürfte dann kaum mehr Sorgen in Europa zu tragen haben. Nein, der natürlichen 
Entschlossenheit zum Kampfe für das eigene Dasein verdanken wir die beiden Ostmarken des Reiches 
und damit jene innere Stärke der Größe unseres Staats- und Volksgebietes, die überhaupt allein uns bis 
heute bestehen ließ. 
Auch aus einem anderen Grunde wäre diese Lösung die richtige gewesen:Viele europäische Staaten 
gleichen heute auf die Spitze gestellten Pyramiden. Ihre europäische Grundfläche ist lächerlich klein 
gegenüber