Adolf Hitler   Mein Kampf
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Adolf Hitler Mein Kampf


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Gedankens in der Monarchie an Einfluß verloren und aus den maßgebendsten Stellen verdrängt wurden. 
Schon um die Jahrhundertwende war das Bündnis mit Österreich in genau das gleiche Stadium 
eingetreten wie der Bund Österreichs mit Italien. 
Auch hier gab es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man war im Bunde mit der Habsburgermonarchie, 
oder man mußte gegen die Verdrängung des Deutschtums Einspruch erheben. Wenn man aber mit so 
etwas erst einmal beginnt, pflegt das Ende meistens der offene Kampf zu sein. 
Der Wert des Dreibundes war auch schon psychologisch ein bescheidener, da die Festigkeit eines 
Bundes in eben dem Maße abnimmt, je mehr er sich auf die Erhaltung eines bestehenden Zustandes an 
sich beschränkt. Ein Bund 
{161 Ludendorffs Denkschrift 1912} 
wird aber umgekehrt um so stärker sein, je mehr die einzelnen Kontrahenten zu hoffen vermögen, durch 
ihn bestimmte, greifbare, expansive Ziele erreichen zu können. Auch hier wie überall liegt die Stärke 
nicht in der Abwehr, sondern im Angriff. 
Dies wurde auch von verschiedenen Seiten schon damals erkannt, leider nur nicht von den sogenannten 
"Berufenen". Besonders der damalige Oberst Ludendorff, Offizier im Großen Generalstab, wies in einer 
Denkschrift des Jahres 1912 auf diese Schwächen hin. Natürlich wurde der Sache von seiten der 
"Staatsmänner" keinerlei Wert und Bedeutung zuerkannt; wie denn überhaupt klare Vernunft 
anscheinend nur für gewöhnliche Sterbliche zweckmäßig in Erscheinung zu treten hat, grundsätzlich 
aber ausscheiden darf, soweit es sich um "Diplomaten" handelt. 
Es war für Deutschland nur ein Glück, daß der Krieg im Jahre 1914 auf dem Umwege über Österreich 
ausbrach, die Habsburger also mitmachen mußten; wäre es nämlich umgekehrt gekommen, so wäre 
Deutschland allein gewesen. Niemals hätte der Habsburgerstaat sich an einem Kampfe zu beteiligen 
vermocht oder auch selbst beteiligen wollen, der durch Deutschland entstanden wäre. Was man später an 
Italien so verurteilte, wäre dann schon früher bei Österreich eingetreten: man würde "neutral" geblieben 
sein, um so wenigstens den Staat vor einer Revolution gleich zu Beginn zu retten. Das österreichische 
Slawentum würde eher die Monarchie schon im Jahre 1914 zerschlagen haben, als daß es die Hilfe für 
Deutschland zugelassen hätte. 
Wie groß aber die Gefahren und Erschwerungen, die der Bund mit der Donaumonarchie mit sich 
brachte, waren, vermochten damals nur sehr wenige zu begreifen. 
Erstens besaß Österreich zu viel Feinde, die den morschen Staat zu beerben gedachten, als daß nicht im 
Laufe der Zeit ein gewisser Haß gegen Deutschland entstehen mußte, in dem man nun einmal die 
Ursache der Verhinderung des allseits erhofften und ersehnten Zerfalles der Monarchie erblickte. Man 
kam zur Überzeugung, daß Wien zum 
{162 Österrich als verlockendes Erbe} 
Schlusse eben nur auf dem Umweg über Berlin zu erreichen sei. 
Damit aber verlor zweitens Deutschland die besten und aussichtsreichsten Bündnismöglichkeiten, ja, an 
ihre Stelle trat immer größere Spannung mit Rußland und selbst Italien. Dabei war in Rom die 
allgemeine Stimmung ebensosehr deutschfreundlich, wie sie österreichfeindlich im Herzen auch des 
letzten Italieners schlummerte, öfters sogar hellauf brannte. 
Weil man sich nun einmal auf Handels- und Industriepolitik geworfen hatte, war zu einem Kampfe 
gegen Rußland ebenfalls nicht der leiseste Anstoß mehr vorhanden. Nur die Feinde beider Nationen 
konnten daran noch ein lebendiges Interesse besitzen. Tatsächlich waren es auch in erster Linie Juden 
und Marxisten, die hier mit allen Mitteln zum Kriege zwischen den zwei Staaten schürten und hetzten. 
Endlich aber mußte drittens dieser Bund für Deutschland eine ganz unendliche Gefahr deshalb in sich 
bergen, weil es nun einer dem Bismarckschen Reiche tatsächlich feindlich gegenüberstehenden 
Großmacht jederzeit mit Leichtigkeit gelingen konnte, eine ganze Reihe von Staaten gegen Deutschland 
mobil zu machen, indem man ja für jeden auf Kosten des österreichischen Verbündeten Bereicherungen 
in Aussicht zu stellen in der Lage war. 
Gegen die Donaumonarchie war der gesamte Osten Europas in Aufruhr zu bringen, insbesondere aber 
Rußland und Italien. Niemals würde die sich seit König Eduards einleitendem Wirken bildende 
Weltkoalition zustande gekommen sein, wenn eben nicht Österreich als der Verbündete Deutschlands 
ein zu verlockendes Erbe dargestellt hatte. Nur so ward es möglich, Staaten mit sonst heterogenen 
Wünschen und Zielen in eine einzige Angriffsfront zu bringen. Jeder konnte hoffen, bei einem 
allgemeinen Vorgehen gegen Deutschland auch seinerseits eine Bereicherung auf Kosten Österreichs zu 
erhalten. Daß nun diesem Unglücksbunde auch noch die Türkei als stiller Teilhaber an. zugehören 
schien, verstärkte diese Gefahr auf das außerordentlichste. 
{163 Österrich als verlockendes Erbe} 
Die internationale jüdische Weltfinanz brauchte aber diese Lockmittel, um den langersehnten Plan einer 
Vernichtung des in die allgemeine überstaatliche Finanz- und Wirtschaftskontrolle noch nicht sich 
fügenden Deutschlands durchführen zu können. Nur damit konnte man eine Koalition 
zusammenschmieden, stark und mutig gemacht durch die reine Zahl der nun marschierenden 
Millionenheere, bereit, dem gehörnten Siegfried endlich auf den Leib zu rücken. 
Das Bündnis mit der Habsburgermonarchie, das mich schon in Österreich immer mit Mißmut erfüllt 
hatte, begann nun zur Ursache langer innerer Prüfungen zu werden, die mich in der Folgezeit nur noch 
mehr in der schon vorgefaßten Meinung bestärkten. 
Ich machte schon damals in den kleinen Kreisen, in denen ich überhaupt verkehrte, kein Hehl aus 
meiner Überzeugung, daß dieser unselige Vertrag mit einem zum Untergange bestimmten Staat auch zu 
einem katastrophalen Zusammenbruch Deutschlands führen werde, wenn man sich nicht noch zur 
rechten Zeit loszulösen verstünde. Ich habe in dieser meiner felsenfesten Überzeugung auch keinen 
Augenblick geschwankt, als endlich der Sturm des Weltkrieges jede vernünftige Überlegung 
ausgeschaltet zu haben schien und der Taumel der Begeisterung die Stellen mitergriffen hatte, für die es 
nur kälteste Wirklichkeitsbetrachtung geben durfte. Auch während ich selbst an der Front stand, vertrat 
ich, wo immer aber diese Probleme gesprochen wurde, meine Meinung, daß der Bund je schneller desto 
besser für die deutsche Nation abgebrochen werden müßte, und daß die Preisgabe der habsburgischen 
Monarchie überhaupt kein Opfer wäre, wenn Deutschland dadurch eine Beschränkung seiner Gegner 
erreichen könnte; denn nicht für die Erhaltung einer verluderten Dynastie hatten sich die Millionen den 
Stahlhelm aufgebunden, sondern vielmehr für die Rettung der deutschen Nation. 
Einige Male vor dem Kriege schien es, als ob wenigstens in einem Lager ein leiser Zweifel an der 
Richtigkeit der eingeschlagenen Bündnispolitik auftauchen wollte. Deutschkonservative Kreise 
begannen von Zeit zu Zeit vor zu großer 
{164 Staat und Wirtschaft} 
Vertrauensseligkeit zu warnen, allein es war dies, wie eben alles Vernünftige, in den Wind geschlagen 
worden. Man war überzeugt, auf dem rechten Weg zu einer "Eroberung" der Welt zu sein, deren Erfolg 
ungeheuer, deren Opfer gleich Null sein werden. 
Den bekannten "Unberufenen" aber blieb wieder einmal nichts anderes übrig, als schweigend 
zuzusehen, warum und wie die "Berufenen" geradewegs in das Verderben marschierten, das liebe Volk 
wie der Rattenfänger von Hameln hinter sich herziehend. 
× 
Die tiefere Ursache für die Möglichkeit, den Unsinn einer "Wirtschaftlichen Eroberung" als praktischen 
politischen Weg, die Erhaltung des "Weltfriedens" aber als politisches Ziel einem ganzen Volke 
hinzustellen, ja begreiflich zu machen, lag in der allgemeinen Erkrankung unseres gesamten politischen 
Denkens überhaupt. 
Mit dem Siegeszuge der deutschen Technik und Industrie, den aufstrebenden