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SCHLECHTE NACHRICHTEN
SHANNON
ICH BRAUCHTE LANGE, UM DIE RICHTIGE TEMPERATUR IN Johnnys Dusche einzustellen, offenbar verbrannte er sich beim Duschen gerne die Haut. Als ich endlich eine angenehme Temperatur gefunden hatte und spürte, wie die Wasserstrahlen über meinen Körper strömten, fiel es mir schwer, wieder herauszusteigen.
Im Ernst, diese Dusche war unglaublich.
Eigentlich war es eine Kombination – eine Badewanne mit oben einem Duschkopf – ich stand in einer ovalen Badewanne mit zugezogenem Vorhang. Gerade dadurch wurde es das luxuriöseste Bad meines Lebens. Sein Shampoo und seine Seife zu benutzen, fühlte sich seltsam unpassend an, als dürfte ich das nicht, aber ich war schmutzig und stank definitiv, also benutzte ich jede verfügbare, schick aussehende Flasche aus dem Regal und schäumte meinen Körper ausgiebig ein.
Als ich endlich sauber war und nicht mehr nach nassem Hund, sondern nach Männer-Shampoo roch, kletterte ich heraus, wickelte mich in ein frisches Handtuch und raffte meine schmutzigen Klamotten zu einem Knäuel zusammen. Es roch so ekelhaft, dass ich das Bündel sofort fallen ließ und mehrere Augenblicke lang durch den Mund atmen musste.
Joey und Gibsie hatten recht. Es stank wirklich. Ich konnte das nicht mehr anziehen, ohne mich zu übergeben.
Ich drückte mein Ohr an die Tür und vergewisserte mich, dass sein Zimmer leer war, erst dann kam ich raus.
Ich atmete erleichtert auf und ging auf Zehenspitzen zu seinem Bett, wo jede Menge Klamotten verstreut lagen.
Ich warf mir die nassen Haare über die Schultern und begann, mich durch den Haufen zu wühlen
Ich griff nach dem kleinsten T-Shirt – das Größe XL hatte. Es war blau, fühlte sich weich an und roch nach Johnny. Schnell zog ich es an. Der Saum reichte mir bis zur Mitte der Oberschenkel, die kurzen Ärmel bis zu den Ellbogen und ich begriff, dass ich im Vergleich zu ihm ein Hobbit war.
Vor Kälte zitternd, wühlte ich mich weiter durch den Haufen, doch meine Sorge vergrößerte sich mit jeder riesigen Jogginghose, die ich in die Hand nahm. Ich hielt mir eine an den Körper und war frustriert; sie reichte mir hoch bis zur Brust.
Mein Blick fiel auf die weißen Boxershorts, die mitten auf dem Stapel lagen und ich schnappte nach Luft.
Wollte er sie dort liegen lassen? Waren die für mich bestimmt? War das nicht merkwürdig? Heilige Scheiße, waren das Calvin Kleins?

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