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Ich schüttelte den Kopf. »Ich will nicht ...« Meine Worte wurden durch das laute Klingeln von Joeys Telefon unterbrochen. Ruhig zog er sein Handy aus der Tasche, warf einen Blick auf das Display und murmelte eine Reihe von Flüchen, bevor er es sich ans Ohr hielt. »Was zum Teufel willst du?«, fauchte er. Joey erhob sich von seinem Hocker, ging zum Herd und drehte mir den Rücken zu, während er in gedämpftem Ton sprach. »Nein, du sollst... es gibt kein Zurück ... ist mir scheißegal, wie leid’s dir tut... nein... sie ist wo?« Ich beobachtete, wie sich Joeys ganzer Körper versteifte. Ich versuchte, die Person am anderen Ende der Leitung zu hören, aber es war unmöglich. »Wann ist das passiert ...? Und das Baby ...? Okay... nein... Was verfickt nochmal willst du, dass ich sage ...? Warum sollte ich traurig sein ...? Es ist eine verfickte Erleichterung, das ist es ... gut ... ja, ich werd da sein ... Ich sagte doch, ich werd da sein, oder?« Joey drehte sich zu mir um und sah, wie ich ihn anstarrte. Ich zog eine Augenbraue hoch und es war mir scheißegal, ob er wusste, dass ich zuhörte. Tat ich ja auch. Und das wollte ich auch nicht verbergen. »Ich werde da sein«, versprach Joey leise. »Ich bin auf dem Weg.« Damit beendete er das Gespräch und steckte sein Handy in die Tasche. »Ich muss los«, sagte er in seinem ruhigen, kühlen und gefassten Ton. »Los?« Ich starrte ihn an. »Wohin?« »Woanders hin«, war alles, was er antwortete, dann ging er zur Tür. »Bleib stehen, verfickt nochmal«, befahl ich und stellte mich ihm in den Weg. »Deine Schwester ist unter meiner Dusche.« » »Ich weiß.« Er rieb sich das Kinn und sagte: »Ich muss dich bitten, meine Schwester hier festzuhalten – für mich.« »Sie hier festhalten?« Ich schüttelte den Kopf und konnte kaum fassen, was zum Teufel da passierte. »Du willst, dass ich deine Schwester hier festhalte?« »Genau das habe ich doch gerade gesagt, oder?«, knurrte Joey energisch zurück. »Du sagst gar nichts«, zischte ich. »Das ist ja das Problem. Du sagst mir einen Scheiß!« »Ich hab’s dir gesagt«, fauchte er. »Ich habe dir gesagt, du sollst Shannon selbst fragen.« »Du willst sie also einfach hier lassen?«, fragte ich. »Für wie lange?« »Ich weiß es nicht«, ächzte Joey zurück. »Du weißt es nicht?« »Ja, verfickt, ich weiß es nicht«, spuckte er aus. »Ist das ein Problem?« »Es ist kein Problem, dass sie hier ist«, murrte ich. »Es ist ein Problem, dass du sie hier lässt und ich keine Ahnung hab, was ich ihr sagen soll.« »Gut«, knurrte Joey und starrte mich mit seinen leuchtend grünen Augen an. »Sag meiner Schwester, dass unser Vater gerade angerufen hat. Unsere Mutter hatte am Freitagabend eine Fehlgeburt und er ist mit ihr auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause.« »Shite«, murmelte ich. »Du hast keine verfickte Ahnung«, schimpfte Joey, drängte sich an mir vorbei und eilte den Flur hinunter. »Soll ich sie direkt nach Hause bringen?«, fragte ich und hatte keine gottverdammte Idee, wie ich damit umgehen sollte. Völlig ratlos folgte ich ihm. »Oder soll ich sie ins Krankenhaus bringen?«