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O nein. »Ähm …« Sie sah zu Adam, doch sein Gesicht war unlesbar. »Klar. Aber wir treffen uns normalerweise bei mir, also …«
»Verstehe. Dir gefällt seine Tierpräparate-Sammlung wohl nicht?« Mit einem Grinsen stand Tom auf. »Entschuldigt mich. Ich hole mir einen Kaffee. Bin gleich zurück.«
Sobald er weg war, drehte Olive sich zu Adam. Jetzt, da sie allein waren, gab es eine Million Themen, die sie dringend besprechen mussten, aber das Einzige, was ihr einfiel, war: »Sammelst du wirklich ausgestopfte Tiere?«
Er warf ihr einen bösen Blick zu und nahm den Arm von ihrer Stuhllehne. Plötzlich wurde ihr kalt.
»Tut mir leid. Ich hatte keine Ahnung, dass du mit ihm befreundet bist. Oder dass ihr zusammenarbeitet. Ihr habt so unterschiedliche Schwerpunkte, da ist mir die Möglichkeit nicht mal in den Sinn gekommen.«
»Stimmt, du sagtest ja, du glaubst nicht, dass Krebsforscher von der Zusammenarbeit mit einem Experten in computergestützter Modellierung profitieren würden.«
»Du mieser …«, wollte sie schon schimpfen, doch da sah sie, dass er sich ein Grinsen verkniff – seit wann waren sie so vertraut miteinander, dass er sie aufzog? »Woher kennt ihr euch?«
»Er war Postdoktorand in meinem Labor, als ich promoviert habe. Wir sind in Kontakt geblieben und haben über die Jahre immer wieder zusammengearbeitet.«
Dann musste Tom vier oder fünf Jahre älter sein als Adam.
»Du hast in Harvard studiert, richtig?«
Er nickte, und da kam ihr ein beängstigender Gedanke. »Was, wenn er sich verpflichtet fühlt, mich einzustellen, weil ich deine Fake-Freundin bin?«
»Das würde Tom nicht tun. Er hat mal seinen Cousin gefeuert, weil der ein Gerät zur Durchflusszytometrie kaputt gemacht hat. Er ist nicht gerade der warmherzige Typ.«
Gleich und Gleich gesellt sich gern, dachte sie. »Hör mal, es tut mir wirklich leid, dass du meinetwegen deinen Freund anlügen musst. Wenn du ihm sagen willst, dass wir das Ganze nur vortäuschen …«
Adam schüttelte den Kopf. »Wenn ich Tom die Wahrheit sage, werde ich mir das den Rest meines Lebens anhören.«
Sie lachte. »Das kann ich mir vorstellen. Es würde auch kein gutes Licht auf mich werfen.«
»Aber wenn du entscheidest, dass du nach Harvard gehen willst, musst du es bitte bis September geheim halten.«
»Natürlich!«, versicherte sie schnell, als ihr klar wurde, worauf er hinauswollte. »Wenn die Leute wüssten, dass ich gehe, würde der Dekan nie glauben, dass du nicht auch gehst. Daran hatte ich nicht gedacht. Ich werde es niemandem erzählen, versprochen! Nun … abgesehen von Malcolm und Anh, aber die beiden können wirklich gut Geheimnisse bewahren, sie würden nie …«
Er warf ihr einen skeptischen Blick zu.

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