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»Haust du mir jetzt noch irgendeinen Trivial-Pursuit-Fakt über Staubsauger um die Ohren?«
Anh bekam Lachfältchen in den Augenwinkeln. »Nee«, antwortete sie. »Damit kann ich nicht dienen. Oder warte, doch: Ich glaube, die erste weibliche CEO hat für eine Staubsaugerfirma gearbeitet.«
»Nein! Das ist cool.«
»Vielleicht habe ich es mir nur ausgedacht.« Anh zuckte die Achseln. »Egal, was ich sagen wollte … ich glaube, ich will ihn immer noch.«
»Den Staubsauger?« Olive gähnte ausgiebig, ohne sich die Hand vor den Mund zu halten.
»Nein, den Unijob. Mit allem, was dazugehört. Das Labor, die Studenten, das himmelschreiend übertriebene Lehrdeputat, das einem abverlangt wird, der Wettlauf um die Forschungsmittel, die unverhältnismäßig schlechte Bezahlung – der ganze Kram eben. Übrigens findet Jeremy, dass Malcolm recht damit hat – dass man einen Job in der Wirtschaft haben müsste, wenn man es zu was bringen will. Aber ich glaube, ich möchte trotzdem an der Uni bleiben und Professorin werden. Es wird vermutlich erbärmlich enden, aber es ist die einzige Möglichkeit für Frauen wie uns, Olive. Wir müssen all diesen privilegierten weißen Männern ein bisschen Konkurrenz machen.« Sie grinste, wunderschön und wild. »Meinetwegen kann Jeremy sich ruhig einen Job in der Wirtschaft suchen und einen Haufen Blutgeld verdienen, das ich dann in kabellose Staubsauger investieren werde.«
Alkoholbenebelt studierte Olive die alkoholbenebelte Entschlossenheit auf Anhs alkoholbenebeltem Gesicht und fand es irgendwie beruhigend, dass ihre beste Freundin allmählich herausfand, was sie vom Leben wollte. Mit wem sie es leben wollte. Zwar spürte Olive tief im Bauch – an ebenjener Stelle, an der sie Adams Abwesenheit am deutlichsten fühlte – einen stechenden Schmerz, aber sie verdrängte ihn und versuchte, nicht zu intensiv darüber nachzudenken. Stattdessen griff sie nach der Hand ihrer Freundin, drückte sie und atmete den süßen Apfelduft von Anhs Haaren ein.
»Du wirst deine Sache hervorragend machen, Anh. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie du die Welt veränderst.«
Alles in allem ging Olives Leben weiter wie bisher – außer dass sie zum ersten Mal etwas anderes tun wollte. Und lieber mit jemand anderem zusammen gewesen wäre.
So ist das also, wenn man jemanden wirklich mag, ging ihr durch den Kopf. Das Gefühl, dass es sich nicht lohnte, ins Biologiegebäude zu gehen, weil sie, solange Adam nicht in der Stadt war, nicht die geringste Chance hatte, ihm dort über den Weg zu laufen. Sich ständig umzudrehen, weil sie meinte, einen flüchtigen Blick auf pechschwarze Haare erhascht zu haben, oder weil sie eine tiefe Stimme hörte, die so voll und warm klang wie Adams, ohne ihm zu gehören; an ihn zu denken, weil ihre Freundin Jess eine Reise nach Holland plante oder sich bei Jeopardy! »Aichmophobie« als korrekte Antwort auf die Frage: »Wie nennt man die Angst vor spitzen Gegenständen?« herausstellte; sich in einem seltsamen Schwebezustand zu befinden, zu warten, einfach nur zu warten, zu warten … auf nichts. In ein paar Tagen würde Ad

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