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Gerade als sie das Badezimmer verlassen hatte und murmelnd ihren Vortrag probte, ging die Tür auf, und jemand kam herein – Adam, natürlich war es Adam. Er hielt seine Schlüsselkarte in der einen Hand und tippte mit der anderen etwas ins Handy, blieb jedoch wie angewurzelt stehen, als er Olive entdeckte. Sein Mund öffnete sich, und … Das war’s. Er blieb einfach offen. »Hey.« Olive zwang sich zu einem Lächeln, während ihr Herz in ihrer Brust sich seltsam benahm und eindeutig zu schnell klopfte. Wahrscheinlich sollte sie es untersuchen lassen, sobald sie wieder zu Hause war. Wenn es um die kardiovaskuläre Gesundheit ging, konnte man gar nicht vorsichtig genug sein. »Hi.« Endlich klappte Adam den Mund wieder zu und räusperte sich ausgiebig. »Du bist …« Er schluckte und trat unruhig von einem Fuß auf den anderen. »… hier.« »Jepp.« Sie nickte, noch immer lächelnd. »Gerade angekommen. Mein Flug ist überraschenderweise pünktlich gelandet.« Adam machte einen etwas schwerfälligen Eindruck, vielleicht litt er noch unter Jetlag oder hatte gestern Abend zu lange gefeiert – mit seinen berühmten Wissenschaftsfreunden oder womöglich mit der mysteriösen Frau, von der Holden gesprochen hatte. Er starrte Olive einige Momente stumm an, und als er wieder sprach, sagte er nur: »Du siehst aus wie …« Sie schielte auf ihr Kleid und ihre Absatzschuhe hinunter und fragte sich, ob ihr Augen-Make-up womöglich schon verschmiert war. Da sie es vor vollen drei Minuten aufgelegt hatte, war das mehr als wahrscheinlich. »Wie ein echter Profi?« »Das wollte ich eigentlich nicht …« Adam schloss die Augen und schüttelte den Kopf, als sammle er sich mühsam. »Ja. Genau so. Wie geht es dir?« »Gut. Alles in Ordnung. Ich meine, ich wünschte, ich wäre tot. Davon abgesehen ist alles gut.« Er lachte tonlos und kam näher. »Du kriegst das hin.« Bisher war Olive der Meinung gewesen, dass es seine Shirts waren, die ihm besonders gut standen, aber nur, weil sie ihn noch nie in einem Anzug zu Gesicht bekommen hatte. Da hatte er die ganze Zeit eine Geheimwaffe in der Hinterhand, dachte sie. Und jetzt setzt er sie ein. Hol ihn der Teufel. »Alles klar.« Sie strich die Haare zurück und grinste. »Aber erst nachdem ich gestorben bin.«