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»Klingt gut. War ich glücklich?« »Natürlich nicht.« Anh schnaubte. »Wir reden hier über die Welt der Wissenschaft.« »Ladys, in einer halben Stunde beginnt das gesellige Beisammensein.« Auch Malcom wollte Olive auf die Wange küssen und drücken. »Wir sollten darauf anstoßen, dass Olive es geschafft hat, ›Channelrhodopsin‹ zumindest ein einziges Mal fehlerfrei auszusprechen.« »Mistkerl.« Er zog sie noch einmal an sich und flüsterte ihr ins Ohr: »Du warst großartig, Kalamata.« Und dann, etwas lauter: »Auf geht’s, geben wir uns die Kante!« »Warum geht ihr nicht schon vor? Ich hole noch meinen USB-Stick und bringe meine Sachen zurück aufs Zimmer.« Mit dem Gefühl, dass eine große Last von ihren Schultern gefallen war, durchquerte Olive den nun menschenleeren Raum zum Podium. Sie war unendlich erleichtert. Mit ihrer Karriere schien es bergauf zu gehen – immerhin hatte sich herausgestellt, dass sie mit der entsprechenden Vorbereitung in der Lage war, selbst vor Wissenschaftlerkollegen mehrere sinnvolle Sätze aneinanderzureihen. Sie hatte einen Weg gefunden, ihre These nächstes Jahr genauer untersuchen zu können, und zwei große Namen ihres Fachgebiets hatten ihr gerade Komplimente für ihre Arbeit gemacht. Sie lächelte und überlegte, ob sie Adam eine Nachricht schicken und ihm mitteilen sollte, dass er recht gehabt und sie den Vortrag lebend hinter sich gebracht hatte. Sie fragte sich, wie seine Eröffnungsrede gelaufen war. Ob sein PowerPoint verrückt gespielt und er seine molekularbiologischen und genetischen Ausführungen hinbekommen hatte, ohne »Mikroarray« und »Karyotyp« falsch auszusprechen – und ob er zu der Feier käme. Vermutlich traf er sich mit Freunden, aber vielleicht konnte sie ihm für seine Hilfe einen Dankesdrink spendieren. Ausnahmsweise würde sie auch dafür bezahlen. »Das ging doch recht gut«, sagte eine Stimme hinter ihr. Als Olive sich umdrehte, stand dort Tom, die Arme vor der Brust verschränkt, an den Tisch gelehnt. »Danke. Bei dir auch.« Sein Vortrag war eine straffer zusammengefasste Wiederholung der Rede gewesen, die er in Stanford gehalten hatte, und Olive musste zugeben, dass sie dabei etwas abgedriftet war. »Wo ist Adam?«, fragte er. »Vermutlich noch bei der Eröffnungsrede.« »Ach ja, richtig.« Tom verdrehte die Augen, was wahrscheinlich liebevoll gemeint war, obwohl Olive in seinem Gesicht nichts dergleichen erkennen konnte. »So ist er eben.« »Was meinst du damit?« »Dass er immer der Beste sein muss.« Er stieß sich vom Tisch ab und kam näher. »Er überflügelt jeden. Aber er meint es nicht persönlich, mach dir keine Sorgen.« Etwas verwirrt runzelte Olive die Stirn. Sie hätte gern nachgehakt, was genau er damit sagen wollte, aber Tom fuhr fort: »Aber ich denke, du und ich, wir werden im nächsten Jahr hervorragend miteinander auskommen.«