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65 FINDE DAS MÄDCHEN JOHNNY ALS ICH MEINE AUGEN ÖFFNETE, BEFAND ICH MICH IN EINEM dunklen Raum und hörte das Piepen von Monitoren. Da ich nicht wusste, wo zum Teufel ich war, geriet ich automatisch in Panik und riss an den Drähten, die an meiner Brust und meinen Armen befestigt waren. Einige steckten auch in meiner Nase und ich schlug um mich, um mich zu befreien. Meine Hände fühlten sich seltsam an, als ob sie nicht zu mir gehörten. Auch mein Kopf fühlte sich so an. Meine Augäpfel rollten in meinem Kopf herum. Ernsthaft, ich konnte sie nicht kontrollieren. Ich versuchte, mich zu konzentrieren und meine Umgebung wahrzunehmen, aber meine Augenlider flatterten ständig und der Raum drehte sich. War ich high? Hatte Gibsie mich high gemacht? Dieser Bastard ... »Johnny – alles in Ordnung, mein Sohn.« Die Stimme meines Vaters kam von ganz nah. »Zieh nicht am Tropf. Du tust dir noch weh.« »Wo bist du?« »Ich bin hier, mein Sohn.« Das Geräusch eines Stuhls, der über die Fliesen schabte, drang an mein Ohr. »Dad«, krächzte ich und beruhigte mich, als ich seine warme Hand auf meiner spürte. »Wo bin ich?« Ich konnte ihn nicht sehen, aber ich wusste, dass er in der Nähe war. Seine Stimme war direkt an meinem Ohr und gab mir ein Gefühl von Sicherheit. Seine Hand berührte meine Stirn und strich mir über die Haare, so wie er es immer getan hatte, als ich klein war. »Du bist im Aufwachraum, mein Sohn.« Mein Gott, war ich das? Ich konnte mich kaum noch an die Fahrt im Krankenwagen erinnern. Alles war verschwommen. Und schmerzlos. Ich hatte keine Schmerzen. Ich fühlte nichts. »Du bist operiert worden, mein Sohn«, erklärte mein Vater. »Scheiße«, krächzte ich. »Ist mein Schwanz noch da?« »Er ist noch da.« Dad lächelte leise. »Und meine Eier?« »Auch noch da«, erwiderte er. »Alles in Ordnung.« Ich stieß röchelnd den Atem aus. »Gott sei Dank.« »Erinnerst du dich an das Spiel gestern Abend?«, fragte er. »Du warst schlecht drauf, mein Sohn.« »Ich erinnere mich an das Mädchen«, stammelte ich. »Warum ist alles so dunkel?«