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Genau wie jetzt. Olive fühlte, wie ihre Wangen heiß wurden und ihre Zunge einen Knoten bildete und …
»Was ist das für eine Frage?«, warf Adam ein.
Als sie sich zu ihm umwandte, starrte er Tom wütend an, der bloß mit den Achseln zuckte.
»Was ist cool an deinem Projekt?«, wiederholte Adam.
»Ja – cool. Du weißt doch, was ich damit meine.«
»Nein, ich habe keine Ahnung, und vielleicht weiß Olive es auch nicht.«
Tom verdrehte die Augen. »Na schön, was würdest du denn fragen?«
Adam wandte sich an Olive. Sein Knie streifte ihr Bein, warm und seltsam beruhigend. »Welche Probleme gehst du mit deinem Projekt an? Warum denkst du, dass es wichtig ist? Welche Lücken in der Literatur schließt es? Welche Techniken wendest du an? Mit welchen Herausforderungen rechnest du?«
»Okay, dann beantworte Adams stinklangweilige Fragen, Olive«, sagte Tom mit einem abfälligen Schnauben.
Sie sah zu Adam und stellte fest, dass sein Blick ruhig und ermutigend auf ihr ruhte. Die Art, wie er seine Fragen formuliert hatte, half ihr, ihre Gedanken zu ordnen, und die Erkenntnis, dass sie die meisten davon beantworten konnte, ließ ihre Panik weichen. Wahrscheinlich war das nicht seine Absicht gewesen, aber er hatte ihr einen großen Gefallen getan.
Plötzlich musste Olive an diesen Typen denken, dem sie damals auf der Toilette begegnet war. Ich habe keine Ahnung, ob du gut genug bist, hatte er gesagt. Das Wichtigste ist, ob du einen guten Grund hast, in der Wissenschaft arbeiten zu wollen. Er hatte gesagt, dass es keinen besseren Grund gebe als ihren und sie es deshalb schaffen könne. Und sie musste es schaffen.
»Okay«, begann sie erneut, nachdem sie tief durchgeatmet und sich die Rede, die sie gestern mit Malcolm einstudiert hatte, in Erinnerung gerufen hatte. »Darum geht es: Bauchspeicheldrüsenkrebs ist ebenso aggressiv wie tödlich. Die Prognosen sind in der Regel schlecht, nur einer von vier Patienten ist ein Jahr nach der Diagnose noch am Leben.« Ihre Stimme klang nun weniger aufgeregt und selbstbewusster. Gut. »Das Problem ist, dass dieser Krebs so extrem schwer zu erkennen ist, erst viel zu spät sind wir in der Lage, ihn zu diagnostizieren. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich meist schon so weit ausgebreitet, dass der Großteil der Therapien nicht mehr anschlägt. Wenn aber eine schnellere Diagnose möglich wäre …«
»… würden die Leute sich früher behandeln lassen und hätten eine höhere Überlebenschance«, sagte Tom und nickte leicht ungeduldig. »Ja, dessen bin ich mir bewusst. Aber wir haben einige diagnostische Verfahren. Die radiologische Bildgebung.«

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