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Hol ihn der Teufel.
Olive: Jepp. Ich bin’s.
Olive: Hast du Greg Cohen durchfallen lassen? Ich bin ihm nach dem Meeting begegnet. Er war total wütend.
Auf mich. Deinetwegen. Wegen dieser dummen Sache, die wir machen.
Es entstand eine Pause von etwa einer Minute, in der Adam sich womöglich mit einem bösartigen Kichern die Hände rieb, weil er Greg so gekonnt eins ausgewischt hatte. Dann endlich antwortete er.
Adam: Ich darf nicht mit dir über die Konsultationen anderer Doktoranden sprechen.
Olive seufzte und tauschte einen vielsagenden Blick mit dem Kuscheltierfuchs aus, den Malcolm ihr als Belohnung für ihre bestandenen Zulassungsprüfungen geschenkt hatte.
Olive: Du sollst mir ja auch nichts darüber erzählen. Greg hat mir schon genug erzählt. Und ich muss es ausbaden, weil ich deine Freundin bin.
Olive: »Freundin«
Am unteren Rand des Bildschirms erschienen drei Punkte, verschwanden wieder, erschienen erneut, und dann endlich vibrierte ihr Handy.
Adam: Die Komitees lassen die Kandidaten nicht durchfallen. Sie lehnen lediglich ihre Exposés ab.
Sie schnaubte und wünschte sich fast, er könnte sie hören.
Olive: Erklär das mal Greg.
Adam: Das habe ich. Ich habe ihm die Schwachpunkte seiner Studie genau erklärt. Er wird seine Dissertation entsprechend ändern, und dann werde ich sie absegnen.
Olive: Dann gibst du also zu, dass du es warst, der dafür gesorgt hast, dass er durchfällt.
Olive: Oder wie auch immer. Dass sein Exposé abgelehnt wird.
Adam: Ja. Weil seine Studie in ihrem jetzigen Zustand keine nennenswerten Resultate erzielen wird.
Olive kaute auf der Unterlippe, starrte auf ihr Handy und überlegte, ob es eine sehr dumme Idee war, dieses Gespräch fortzusetzen. Ob das, was sie schreiben wollte, zu weit ging. Dann erinnerte sie sich, wie Greg sie vorhin behandelt hatte, murmelte »Ach, scheiß drauf« und tippte:
Olive: Denkst du nicht, du hättest dein Feedback ein bisschen netter rüberbringen können?
Adam: Warum?
Olive: Vielleicht, weil er dann nicht so aufgebracht wäre?
Adam: Ich verstehe immer noch nicht, warum.
Olive: Ernsthaft? Kannst Du dir wirklich nicht vorstellen, wie mies er sich gerade fühlt?
Adam: Es ist nicht meine Aufgabe, deinem Freund einen besseren Umgang mit seinen Gefühlen beizubringen. Er ist in einem Promotionsprogramm, nicht in der Grundschule. Wenn er eine akademische Laufbahn einschlägt, wird er sein Leben lang Feedback bekommen, das ihm nicht gefällt. Wie er damit umgeht, ist seine Sache.

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