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Verwirrt starrte er sie an. Sie seufzte und lehnte sich hilflos auf ihrem Stuhl zurück. Ganz offensichtlich hatte Adam noch nie eine Rom-Com gesehen. Und noch nie einen Liebesroman gelesen. »Vergiss es einfach.« »Mein Symposium ist Teil eines Workshops, der am Tag vor Beginn des Kongresses stattfindet, und am ersten Tag halte ich dann einen Vortrag. Ich habe das Zimmer für die gesamte Dauer des Kongresses, muss aber nach der zweiten Nacht wahrscheinlich zu ein paar anderen Terminen, so dass du ab der dritten dort allein wärst. Wir würden uns also nur eine einzige Nacht beide dort aufhalten.« Sie lauschte der logischen, methodischen Art, mit der er die Gründe aufzählte, warum sie sein Angebot annehmen sollte, und eine Welle der Panik überkam sie. »Es scheint mir einfach keine gute Idee zu sein.« »Gut. Ich verstehe nur nicht, warum.« »Darum.« Weil ich nicht will. Weil es mich erwischt hat. Weil es mich danach wahrscheinlich noch viel schlimmer erwischt haben wird. Weil der Tag des 29. September immer näher rückt und ich mich so bemüht habe, nicht daran zu denken. »Hast du etwa Angst, dass ich dich gegen deinen Willen zu küssen versuche? Mich auf deinen Schoß setze oder dich unter dem Vorwand, dich mit Sonnenzeug einzureiben, befummle? Denn ich würde das niemals …« Olive schleuderte ihr Handy nach ihm. Er fing es mit der linken Hand auf, studierte mit zufriedenem Gesicht seine glitzernde Aminosäurenhülle und legte das Telefon dann behutsam neben ihren Laptop. »Ich hasse dich«, erklärte sie ihm finster. Womöglich zog sie eine Schnute. Und lächelte gleichzeitig. Sein Mund zuckte. »Ich weiß.« »Wird man mir das jemals vergeben? Wird irgendwann Gras über die Sache wachsen?« »Unwahrscheinlich. Und wenn, kommt bestimmt etwas Neues ans Licht.« Olive schnaubte, verschränkte die Arme vor der Brust, und sie tauschten ein kleines Lächeln aus. »Ich kann Holden oder Tom fragen, ob ich bei ihnen übernachten kann, dann könntest du komplett über mein Zimmer verfügen«, schlug er vor. »Aber die beiden wissen, dass ich eigentlich eines habe, also müsste ich irgendwelche Ausreden erfinden …« »Nein, ich werde dich nicht aus deinem eigenen Zimmer vertreiben.« Sie fuhr sich mit der Hand durch die Haare und atmete aus. »Du würdest es hassen.« Er legte den Kopf schief. »Was?« »Ein Zimmer mit mir zu teilen.« »Ach ja?« »Natürlich. Du kommst mir vor wie ein Mensch, der …« Du kommst mir vor, als hältst du andere lieber auf Armlänge von dir fern, du bist kompromisslos, und es ist schwer, dich wirklich kennenzulernen. Es interessiert dich nicht, was andere von dir denken. Du scheinst immer zu wissen, was du tust. Ich finde dich schrecklich und wunderbar zugleich, und allein der Gedanke, dass da jemand ist, dem du dich öffnen möchtest, jemand, der ich nicht bin, gibt mir das Gefühl, dass ich keine Sekunde länger an diesem Tisch sitzen bleiben kann