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»Es ist einfach nie ein gutes Zeichen«, sagte er, wobei er jedoch eher resigniert denn streitlustig klang, und als der Kellner sie in ihre Sitzecke führte, folgte er widerspruchslos. Olive bestaunte die Teller auf dem Fließband, das sich durch das Restaurant schlängelte, und strahlte. Als sie dann ihre Aufmerksamkeit wieder Adam neben ihr zuwandte, erwischte sie ihn dabei, wie er sie mit einem halb genervten, halb duldsamen Gesichtsausdruck anstarrte. »Weißt du«, sagte er, während er den Seetangsalat taxierte, der gerade an seiner Schulter vorüberfuhr, »wir könnten auch in ein richtiges japanisches Restaurant gehen. Ich zahle gern so viel Sushi, wie du essen möchtest.« »Aber würde es dort auch um mich herumfahren?« Er schüttelte den Kopf. »Ich nehme meine Bemerkung von vorhin zurück – du bist ein beunruhigend preiswertes Date.« Sie ignorierte ihn, hob die gläserne Klappe hoch und griff nach einem Brötchen und einem Schoko-Donut. Adam murmelte etwas, das klang wie »sehr authentisch«, und als die Kellnerin vorbeikam, bestellte er zwei Bier. »Was das wohl ist?« Olive tunkte ein Stück Sushi in ihre Sojasoße. »Thunfisch oder Lachs?« »Wahrscheinlich Spinnenfleisch.« Sie steckte den Happen in den Mund. »Köstlich.« »Tatsächlich.« Er blieb skeptisch. In Wirklichkeit fand Olive es auch nicht besonders lecker, bestenfalls okay. Aber es machte einfach Spaß, und genau das brauchte sie, um ihren Kopf freizubekommen von … allem. Von allem außer dem Hier und Jetzt. Dem Hier und Jetzt mit Adam. »Jepp.« Sie forderte ihn auf, das restliche Sushi-Stück zu probieren. Mit leidgeprüftem Gesichtsausdruck nahm er seine Stäbchen, steckte den Bissen in den Mund und kaute sehr lange darauf herum. »Schmeckt wie eingeschlafene Füße.« »Nie im Leben. Hier.« Sie griff sich eine Schüssel mit Edamame vom Band. »Das kannst du haben. Ist praktisch das Gleiche wie Brokkoli.« Er probierte und schaffte es sogar, dabei auszusehen, als würde er es nicht hassen. »Übrigens müssen wir uns nicht unbedingt unterhalten.« Olive neigte den Kopf. »Im Hotel hast du gesagt, du willst mit niemandem reden«, fuhr er fort. »Du brauchst also nichts zu sagen, wenn du das hier« – mit offensichtlichem Misstrauen blickte er auf die Teller, die sie um sich versammelt hatte – »lieber in aller Stille isst.« Du bist aber nicht irgendjemand, kam ihr als Antwort gefährlich vor, also lächelte sie. »Ich wette, du kannst gut mit Stille umgehen.« »Ist das eine Mutprobe?« Sie schüttelte den Kopf. »Ich möchte reden. Nur nicht über den Kongress. Geht das? Und auch nicht über Naturwissenschaft. Oder die Tatsache, dass die Welt voller Arschlöcher ist.« Und dass eines davon ein enger Freund und Mitarbeiter von dir ist. Er ballte auf dem Tisch die Faust und nickte.